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Dringend gesucht: Probelokal

SUCHE auf den 1. Mai ein Probelokal, ca. 60-80 Quadratmeter, nicht zu teuer, geheizt, mit Toilette oder Baum, wenn möglich Parterre oder mit guter Zufahrt oder Lift, Fenster wäre super, Lage Stadt Freiburg oder Umgebung oder irgendwo in diesem übungslokal-feindlichen Land, zwecks Lager von Instrumenten, Büro und ab und zu Ort des Musizierens, wird nicht bewohnt, sondern als Atelier benutzt, sauberer, nicht drogenabhängiger, zahlungsfähiger Mieter mit Schweizer Pass, aber mit schmutzigen welschen Mitmusikern.

BIETE einen privaten Auftritt an eurer Grillparty.

Das ist kein Witz. Wenn Sie einen Raum für mich haben, dann schreiben Sie mir eine E-Mail: info@gustav.ch.

Ich bin übrigens nicht der einzige, der momentan ein Probelokal sucht. In der Stadt werden die Commanderie, die Vannerie und Espace Boxal geschlossen - alles kreative Orte von unzähligen Kulturschaffenden. Inklusive mir. Ich will euch nicht sagen, wie uns allen momentan zumute ist. Ich meine, ich habe in meinem Rittersaal ca. 120 Songs geschrieben, unter anderem «Fribourg, mon amour», «Häppörrischnitta», «Gegen Süden», «Lundi matin», «Di Wäg», «Bout du Monde». Von meinem Klavier aus sehe ich die Kathedrale, höre die Saane rauschen, und an schönen warmen Sommertagen rieche ich den wunderbaren herben Duft der Abfallentsorgungsstelle der Neigles. Ich gebe zu, dieser Proberaum war luxuriös. Geheizt, eigene Toilette (die ich einmal im Jahr mit dem Unterstadt-Samichlous teilen musste), ein Zimmer für Depot, direkter Zugang von der Strasse her, natürliches Licht - herrlich. Ich kann verstehen, dass der Kanton irgend so ein verdammtes 300 Tage im Jahr leerstehendes Sitzungszimmer daraus machen will, weil das Parkett ist schon sehr schön, muss man sagen, und die Aussicht auch und sowieso, die teuren Restaurants sind gleich gegenüber, da haben so miefige Falschparkierer und kiffende versoffene Störenfriede wie wir Kulturschaffende keinen Platz, die gehören in die Keller, in die Höhlen, dort, wo sie niemand hört, niemand sieht und wo sie niemanden stören.
Aber gerne singt man dann an der Freiburger Jazzparade die Lieder mit, an Freiburger Messen und offiziellen Festen applaudiert man laut, brüstet sich mit ihnen, hat Freude an ihnen, ist irgendwie stolz; schön, dass es so Künstler in unserem Kanton gibt, bravo, Beifall, hip hip hurra! Aber Platz geben, um Kunst zu erschaffen, zu erfinden, zu kreieren, ein Labor, Spiel-, Übungs- und Tummelplatz, ein Ort, der einen Künstler auch inspiriert, der menschenwürdig ist und kein Dreckloch im vierten Sous-sol einer abgefuckten Schweinemästerei, einfach ein Atelier, ein Übungslokal oder ein Proberaum mit vier ganzen Wänden, einem wasserundurchlässigen Boden, eventuell einem Fenster, ein Raum, in dem im Winter nicht die Pinsel im Wasser oder Ventile in der Trompete einfrieren, in dem keine Ratten die Kabel durchfressen, es keine Frischluft hat, der nicht 800 Franken kostet und wo keine Autobahn darüberrast (alles Proberäume, in denen ich schon gewesen bin), so einer wird einem nicht angeboten, nein, so einen nimmt man den Künstlern weg und tut ein schönes Büro hin. Shit, verdammt noch mal, nerv ich mich aber jetzt. Also, gebt Bescheid, wenn ihr was habt, gau! Lieben Gruss, Gustav.
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Webshop ist offen



S'gibt T-Shirt für Frauen, Shirts für Herren, Shirts für Kids
Tragtaschen zu kaufen, alle Shirts sind von American Apparel/USA hergestellt und wurden von Graphein/FR von Hand bedruckt (Siebdruck). Die Kinderlätzli haben wir bei den ersten drei Konzerten alle verkauft, scheint ein Renner zu sein, werden aber neue drucken lassen, werde euch dann informieren.
Der Hammer kommt aber jetzt: Alle, wiirklich ALLE alten CD's (Ja, auch "die Erste"), sind ab sofort erhältlich.

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ALBUM OUT

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SOLD OUT

Das Konzert in den Mühle Hunziken in Rubigen/Bern ist AUSVERKAUFT!

Der Gustav spielt aber auch:

diesen Mittwoch, 10.2, um 18h auf dem Place Python in der Stadt Freiburg ein Minikonzert Live auf Radio FR (dt+fr)

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NEUE INTERNETSEITE

Stolz verkünde ich hier und jetzt mit lautem Schall, Weihrauch, Wirrrrrrrrrbeln und GONGs: DIE BRANDNEUE INTERNETSEITE. (mit BLOG!!!! welch Wahnsinn.)
Zudem ein neues Album, das am 12.2. rauskommt, eine neue Tour ab 5.2. und eine erste Singleauskoppelung:

kaufen bei iTunes




oui, en français - et que en français - und momentan auf dem Weg die Radios davon zu überzeugen, dass es ein Hammerhit ist.
Falls du immer Gustav mässig à jour bleiben möchtest, so schreibe dich doch im newsletter ein.
Viel Vergnügen beim Surfen.

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Jeder Rappen zählt

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AUFNAHMEN "666"

Hier paar Impressionen aus der Stallung. Der Hugandi, der Australier und ich waren im Outback Fribourg im Studio. "La fonderie" hiess das wunderbare Aufnahmeparadies. Haben gut gewerkelt, sind viele Leute vorbeischauen gekommen und haben mitgetrötet. Da, mal klicken, mein Freund _>

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Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

C., meine liebe Freundin vom Bundesamt für irgendetwas, lic. phil. Psychologin und meine liebste Zuhörerin und Beraterin, wenn ich mal wieder die ganze Welt gegen mich habe, und am jammern, wehklagen oder am grundlos lamentieren bin, die liebe C. also, hat letzthin den richtigen Fachausdruck für meinen momentanen Gefühlszustand gefunden: vulnerabel. Leicht verletzlich, verletzbar. Zu "vulnerabel" gesellen sich noch empfindlich, empfänglich, dünnhäutig, ichgestört, offen, so richtig offen, alle Fenster offen, ein verdammter Durchzug durchs ganze Haus, so siehts momentan in mir aus. Grund für diesen "Vulerabelinstabilitätseelenluftzug" ist der Endspurt für mein neues Album, das anfangs 010 erscheinen wird. Da mag ich grad überhaupt nichts vertragen, alles geht geradewegs rein und nistet sich irgendwo in den tiefsten Schlupfwinkeln meiner geschundnen Seele ein.

Seit einigen Tagen bin ich mit einem wunderbaren Team hier in der Stadt Freiburg im Studio. Spur für Spur werden nun die Songs, die ich in den letzten Monaten in mühsamster Arbeit auf Papier gebracht habe, von virtuosen Musikern aus der ganzen Schweiz eingespielt und von Darren, dem wohl am besten deutschsprechendsten-aber-kein-einziges-Wort-auf-französisch-verstehenden Australier weltweit, aufgenommen (ich weiss noch bis jetzt nicht, wie der ohne Französischkenntnisse den Weg ins Studio gefunden hat - Australier halt, die sind es gewohnt, sich durchzuschlagen). So wird französisch, englisch, spanisch, luzernern -, berner -, züri - und seislerdeutsch gesprochen und man versteht sich gut, wenn nicht verbal, dann sicher mit Musik. Im Übrigen schreibe ich diese Zeilen gerade in meinem Aufnahmekämmerchen, währenddessen der Andi auf seinem Schlagzeug irgendwelche Pauken stimmt und ein berndeutsches Liedchen singt, der Darren brüllt in seinem Regieraum englische Fluchwörter, die ich noch nie gehört habe, fluchen deshalb, weil das Mischpult nicht so funktioniert, wie es sollte, der welsche Pianist fragt mich zum hundertsten Mal: "je dois jouer le ré mineur comme ça (er spielt) ou comme ça (er spielt ihn noch einmal - ich höre keinen Unterschied). "Spöu ne ifach irgendwie, nondetschö!" sage ich.

Eingekerkert in schwarze Räume, in denen überall Kabel und Mikrofone, Pommes Chips und Bierdosen, Notenpapier und Songtexte herumliegen, entstehen Tonspur für Tonspur die Arrangements der Songs. Der vorerst noch magere Knochen, an dem nur ein Schlagzeug, ein Bass und eine Gitarre klebt, bekommt mit jedem neuen Musiker, der unsere Katakombe betritt, mehr Fleisch und wird nach und nach ein saftiger Schinken. Wird gut, glaube ich. Hoffe ich. Es muss. Zuviel Arbeit, Zeit und Herzblut steckt in diesen Liedern, das Album muss gut werden. Aber wird es gut? Ja es wird! Nein, es muss besser werden, alles zu wenig gut. Das beste muss es werden. Und wenn nicht? Doch, es wird, nein es wird schlecht, doch, nein, vielleicht ... oh Gott, oh Gott, ich bin derart im Selbstzweifel und in der Selbstzerfleischung, dass ich schon gar nicht mehr richtig höre, was gut oder schlecht ist, was nach Inhalt oder nach Bullshit klingt. Zum Glück sind da Leute um mich herum, die noch frische Ohren haben und alles mit etwas Abstand und Nüchternheit betrachten können. Ach, ich will euch nicht mit diesem Studio-Zeugs den schönen Samstag vermiesen. Einfach soviel, ich bin hier in der Grube, hadere mit mir und meiner Musik, es geht auf und ab und auf, und auf -  ja, es geht vor allem aufwärts. Noch paar Wochen und dann komme ich wieder raus. Raus ins Leben.

Liebe Grüsse aus dem Kellerloch, Gustav

PS:

Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn nach anderthalb Jahren Arbeit das Album fix fertig in meiner Hand liegt, und der erste, der mir über den Weg läuft salopp und kühl meint: "Nicht schlecht deine neues Album, aber die älteren CDs gefallen mir viel besser." Dann wird es mich - wie bei den letzten fünf Produktionen - innerlich zerbersten und ich werde die Welt und ihre rüpelhaften Bewohner wieder einmal verfluchen, dann gehe ich zu meiner Freundin C., phil. lic. Psychologin im Bundesamt für irgendetwas, sie tröstet, berät und baut mich dann wieder auf.

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